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Himbeer Golli


Himbeer-Golli Geschichte

Vor uralten Zeiten hausten in den Bergen und Wiesen rund um Obertilliach noch Zwerge, Feen und Waldgeister.

Es waren zuweilen recht wundersame Wesen, die in den Wäldern ihr Unwesen trieben.
Einige von ihnen aber galten als sehr friedlich und halfen den Menschenkindern gar oft aus ihrer Not. Nun sind schon viele Jahre vergangen und es ist still geworden rund um die Wesen in den Wäldern und Fluren.

Nur Wanderer, Schifahrer und Langläufer, aber auch Mountainbiker, Pilz- oder Beerensammler, Jäger und Waldarbeiter durchstreifen die Gegend um Obertilliach.

Und so ist es auch nicht lange her, dass sich folgendes Ereignis zugetragen hat:

Arian war mit seinen Eltern auf einem kleinen Steig oberhalb des Himbeergollliftes unterwegs.
Es war ein außerordentlich heißer Sommertag und so suchten sie den schattigen Wald auf. Außerdem hatten sie ein Körbchen mit, Beeren und Pilze zu sammeln.

Der kleine Arian liebte besonders die süßen Erdbeeren und Himbeeren und zupfte immer wieder ganz erfreut die eine oder andere Beere von den Sträuchern.

Doch plötzlich blieb er wie angewurzelt stehen. Starr vor Schreck zeigte er auf eine große Kugel, die sich langsam bewegte.
„Mama, Papa, schaut!“, schrie Arian ganz erfreut, da er glaubte, einen Fußball gefunden zu haben.
Er holte schon mit seinem Fuß aus, doch o Schreck, was war denn das?

Die rote Kugel bewegte sich auf ihn zu, Arme und Beine kamen zum Vorschein und plötzlich auch ein Gesicht.
„Himbo, Himbo !“, jauchzte Arian immer wieder ganz entzückt und wollte die Riesenbeere berühren.
Da waren auch schon seine Eltern zur Stelle und auch sie waren für einen Moment sprachlos. Sie glaubten ihren Augen nicht zu trauen. Vor ihnen stand tatsächlich ein kleiner Wicht, fast wie aus dem Bilderbuch. Sein Körper war kugelrund und himbeerrot, ja, er sah aus, wie eine große, lebende Himbeere. Seine Augen funkelten verängstigt und er zitterte am ganzen Leib.
„Bi..bibi..bitte nicht wehtun..!“, wimmerte der Kleine und streckte die Arme aus.
Eine Weile starrten sie den Fremden verwundert an. Als sie jedoch merkten wie hilflos der kleine Zwerg war, hatten sie Mitleid mit ihm, setzten sich mit Arian ins Gras, beruhigten den unbekannten Waldbewohner und baten ihn, ein wenig von sich zu erzählen. Und tatsächlich fing der Fremde an zu sprechen und seine fast unglaubliche Geschichte zu erzählen.

Er stammte aus der Familie der Himbeeren, die im sonnigen Süden lebten und hatte nach einem Sturm seine Familie verloren.
Allein hatte er sich auf den Weg gemacht, den Karnischen Kamm überquert und war dann am Ende seiner Kräfte. Im Wald nahe des Gailflusses fand er leckere Himbeeren. Langsam kam er wieder zu Kräften und so führte ihn der Weg ins Dorf herauf.
Hier war es so idyllisch, keine gefährlichen Wasserwellen bedrohten ihn, es war friedlich, nicht zu heiß und die Wälder waren voll von leckeren Pilzen und Beeren.
Zuerst verkroch er sich in den Heuhütten in den Tilliacher Feldern, versteckte sich dort und suchte spät abends und früh morgens nach einer geeigneten Unterkunft.
In der Nähe des Himbeergollliftes entdeckte der Kleine einen alten dicken Baumstumpf, er war einfach perfekt. Hier hauste die kleine Himbeere nun schon viele Tage.
Sie waren beeindruckt und nahmen “Himbeer-Golli“, so nannte ihn Arian, an diesem Tag mit nach Hause, gaben ihm zu essen und stellten ihm ihre Familie vor.

Auf Dauer war die Wohnung zu klein und so beschloss die Familie ein Familienhotel zu bauen wo auch Himbeer-Golli seinen Platz hat. Himbeer-Golli war sofort begeistert von der Idee mit vielen Kindern zusammen zu sein und versprach fleißig mitzuhelfen.

Seit dieser Zeit ist die kleine Himbeere nun täglich bei Familie Scherer. Alle nennen ihn liebevoll Himbeer-Golli und er ist der Sonnenschein im Haus.

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