Vom Stammgast zum Mitarbeiter

20
März
2026
|
Autor: Finn
|
Kategorie:
allerlei Neues,

Hallo, ich bin Finn, 21 Jahre alt und arbeite seit Dezember im Almfamilyhotel Scherer.
Ich komme eigentlich aus einem kleinen Dorf in Mecklenburg in der Nähe der Ostsee. Jetzt fragt man sich natürlich, wie ich es aus dem tiefsten Norden Deutschlands bis nach Obertilliach geschafft habe, aber die Erklärung dafür ist eigentlich sehr einleuchtend.

Meine Familie und ich waren im Winter 2016, kurz nach der Eröffnung des Hotels, hier als Gäste zu Besuch. Damals war ich noch 12 und meine kleine Schwester 8. Ich weiß noch, wie meine kleine Schwester und ich uns nach unserer 12-stündigen Autofahrt gefreut haben, endlich die Alm zu sehen. Ich kann mich auch noch erinnern, wie freundlich wir an der Rezeption von Kathi und Frau Scherer empfangen wurden. Wir haben uns direkt wohlgefühlt, als würden sich alle darüber freuen, dass wir da sind. Mein Vater war zudem am ersten Abend so positiv vom Essen überrascht, dass er einen Kellner fragte, warum das Essen in einem Familienhotel so gut sei. Ich glaube, als er dann erfuhr, dass Thomas, der Küchenchef, mal einen Stern hatte, stand für ihn schon fest, dass wir nächstes Jahr wiederkommen. Ich glaube, wir alle waren einfach glücklich über dieses Gesamtpaket – sei es die unglaublich gute Lage, das familiäre Gefühl, das gute Essen oder das Personal, das immer freundlich war und für alles ein offenes Ohr hatte. Also kamen wir wieder. Ich kann mich noch daran erinnern, dass meine Schwester sich mehr auf Kathi als auf alles andere gefreut hat. Bis 2021 waren wir also fast jedes Jahr da, manchmal sogar über Weihnachten und dann im Februar nochmal.

Irgendwann sah ich auf Instagram, dass Familie Scherer Unterstützung an der Rezeption suchte. Ich erinnerte mich zurück an die Zeit, die meine Familie und ich dort hatten, und dachte mir: Warum eigentlich nicht? Ich wäre froh, zu diesem Team zu gehören. Ich telefonierte also ein bisschen hin und her und konnte dann pünktlich zum Saisonstart anfangen.

Am Anfang war ich etwas eingeschüchtert von allem, aber ich wurde von allen direkt als neues Mitglied im Team aufgenommen. Ich habe im ersten Monat erkannt, dass meine Familie und ich uns früher hier so wohlgefühlt haben, weil das Team selbst wie eine große Familie ist – und das ist hier für mich das Wichtigste. Jeder gehört hier dazu. Egal ob unsere Zimmerfeen, das Serviceteam oder die Rezeption – alle sind mir jetzt schon ans Herz gewachsen, und so etwas hatte ich noch nie. Dieses Arbeitsklima findet man nicht mehr so schnell wieder. Aber nicht nur das Team macht die Arbeit hier schön, sondern natürlich auch unsere Gäste. Ich habe hier so viele interessante und nette Menschen kennengelernt, auf die ich mich wirklich freue, wenn sie nächstes Jahr wiederkommen.

Ich bin froh über jeden Kollegen, den ich hier kennenlernen durfte, und ich bin froh, dass ich durch meine Kollegen so viel mehr über die Arbeit an der Rezeption und im Service lernen konnte und immer noch so viel lerne. Ich fühle mich einfach gut hier. Natürlich auch, weil ich, wenn ich frei habe, direkt vor dem Hotel ein Skigebiet habe. Ich fahre seit fast 8 Jahren Snowboard (ich habe es hier in Obertilliach gelernt), und dass ich an meinen freien Tagen fahren kann, war auch ein großer Punkt für mich, hierherzukommen.

Alles in allem kann ich nur allen Danke sagen, die ich hier kennenlernen durfte und die mir geholfen haben. Ich bin wirklich glücklich, dass ich Teil dieses Hotels sein darf.

Viel Spaß beim Lesen,
euer Finn

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