10 Ideen für den Umstieg zu nachhaltigen Reinigungsmitteln

19
April
2024
|
Autor: Sabine
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Die tägliche Hotelreinigung ist eine Herausforderung. Nichtsdestotrotz ist dies eine Aufgabe, die wir verantwortungsbewusst und vor allem zukunftsorientiert versuchen zu meistern. Der umweltbewusste Gedanke bei der Reinigungsroutine steht bei uns schon lange ganz oben.

10 Ideen der umweltbewussten Reinigung

Und tatsächlich sind viele Hausmittel mindestens genauso effektiv gegen Schmutz. Hier unsere TOP-Geheimwaffen für ein ökologisch nachhaltiges Putzen:

1. Soda: Grundzutat für nachhaltige Putzmittel

Es ist eine wahre Wunderwaffe und Bestandteil von vielen selbst gemachten Spülmitteln, Toilettenreinigern und sogar Flüssigwaschmitteln. Wer also nachhaltig putzen möchte, sollte immer Soda im Haus haben. Gibt es mal Flecken in der Kleidung, kann ihnen mit einer Sodalösung auf den Leib gerückt werden. Ebenso gut kann Soda in angebrannte Töpfe und Pfannen gegeben werden, um Rückstände zu lösen. So ist Soda in unserer Sterneküche immer gerngesehen.

2. Essig: Macht kalkiges Wasser geschmeidig

Essig ist perfekt zum Entkalken von Wasserkocher, Kaffeemaschinen oder Glaskaraffen geeignet. Außerdem kann der Waschmaschinenladung ein Schuss Haushaltsessig beigegeben werden. So eingesetzt wirkt er wie Weichspüler und riecht auch gar nicht streng.

3. Kernseife: Damit wäscht es sich gut

Ein ebenso in Vergessenheit geratenes Hausmittel ist die Kernseife. Sie ist immer dann essenziell, wenn etwas zuverlässig sauber werden soll. Kernseife ist deshalb eine Hauptzutat von Waschpulver und Flüssigwaschmittel. Genauso lässt sich daraus in Kombination mit Natron ein Allzweckreiniger herstellen. Und nicht zu vergessen: Flecken in der Kleidung lassen sich mit Kernseife vorbehandeln. Unser Almfamily-Tipp: Kritzeleien auf Holzmöbel lassen sich damit mühelos entfernen.

4. Geheimwaffe Natron: Ein Alleskönner in Küche und Bad

Natron ist ein Hauptbestandteil von Backpulver und kann noch viel mehr als leckeren Kuchen fluffig machen. Das Pulver wird über Nacht auf verkrustete Backbleche oder Herdoberflächen gegeben. Am nächsten Morgen lassen sich die Verunreinigungen ganz einfach entfernen. Genauso kann Natron mit Salz und schwarzem Pfeffer als sanftes Bleichmittel in die Wäsche gegeben werden, um Hemden und Co. wieder in einem frischen Weiß erstrahlen zu lassen. Im Bad lassen sich Rückstände in den Fugen des Fliesenspiegels mit Natron entfernen.

5. Alkohol: Der Schmutzlöser

Reiner Alkohol ist die chemische Verbindung Ethanol und nicht mit alkoholischen Getränken zu verwechseln. Ethanol hat eine stark lösende Eigenschaft, weshalb er sich bestens als Bodenpflege nutzen lässt. Dazu braucht es eine Tasse Pflanzenöl, den Saft einer halben Zitrone, einen Liter Wasser und eine halbe Tasse reinen Alkohol, der in der Apotheke erhältlich ist. Mit dieser Lösung lassen sich geölte wie auch versiegelte Holzböden reinigen. Auch auf Fenstern, in der Waschmaschine und im Spüler lässt sich Ethanol zum nachhaltigen Putzen einsetzen.

6. Duft liegt in der Luft: ätherische Öle

Wer Natron, Soda und Co. als nachhaltiges Putzmittel nutzt, muss nicht auf einen guten Duft verzichten. In der Apotheke gibt es eine große Auswahl an ätherischen Ölen, die in das Putzwasser oder das Spülmittel gegeben werden können. Ob Lavendel, Orange, Zitrus oder Eukalyptus: Sie zaubern einen frischen Duft in jeden Raum. Unser Favorit ist das Zirbenöl der Firma Unterweger aus Thal/Assling.

7. Upcycling: Waschbare Lappen

Zum nachhaltigen Putzen gehört auch die Wahl der passenden Materialien.

Anstatt Spültücher aus Mikrofaser zu kaufen, können Lappen aus Baumwolle sehr lange genutzt werden. Sie lassen sich einfach in der Waschmaschine mitwaschen und sind nahezu unzerstörbar. Wir recyceln alte Handtücher oder ausgedienste Bettwäsche, indem wir diese zuschneiden und ihnen als Spültücher ein zweites Leben schenken.

8. Luffagurke: Schwämme selber anbauen

Wenn es dann einmal ein Schwamm sein muss, dann bitte einen abbaubaren. Wie wäre es denn mit einer Gurke als Schwamm? Die Luffagurke ist auch als Schwammkürbis bekannt. Sie wird vornehmlich in warmen Ländern wie Ägypten und Paraguay angebaut. Das Kürbisgewächs kann aber auch wie eine herkömmliche Gurke im heimischen Garten angebaut werden. Wenn die Schale gelb und hart ist, wird sie in der Sonne getrocknet und anschließend geschält. Das Fruchtfleisch ist im getrockneten Zustand hart und wird weich wie ein Schwamm, wenn es mit Flüssigkeit in Berührung kommt. In Scheiben geschnitten lässt sich ein Luffaschwamm wie ein herkömmlicher Schwamm nutzen und sogar bei 30 Grad in der Waschmaschine waschen. Wenn er seine Dienste getan hat, wird er einfach auf dem Kompost entsorgt.

9. Olivenöl: Möbel nachhaltig polieren

Um Holzmöbel wieder auf Hochglanz zu bringen, wird Olivenöl eingesetzt. Dazu wird ein Teil Olivenöl mit zwei Teilen Essig vermischt, um damit Holzmöbel zu behandeln. Bei hellem Holz sollte der Essig farblos sein, bei dunkleren Holzsorten kann es auch Rotweinessig sein.

10. Ecolabel: Nachhaltige Putzmittel mit Siegel

Nicht immer haben wir Kernseife zu Hause oder die Zeit, das eigene Spülmittel herzustellen. Wer dann ein Reinigungsmittel kauft, sollte auf die Nachhaltigkeitssiegel achten. Besonders streng und deshalb empfehlenswert sind Produkte mit dem Ecocert-Siegel. Hier müssen mindestens 95 Prozent der Inhaltsstoffe natürlich sein.

Wir wünschen einen erfolgreichen Frühjahrsputz!


euer Sabine